Paracelsus, Bilder

Paracelsus wurde 1493 (?) in Egg (Schweiz, bei Einsiedeln) geboren und starb 1541 in Salzburg. Er war Arzt, Astrologe, Alchemist und Philosoph, der das Bücherwissen damaliger Ärzte kritisiert hat. Den meisten von uns ist wahrscheinlich sein Ausspruch „Die Dosis macht das Gift“ bekannt.
Zahlreiche Kliniken und Apotheken sind nach Paracelsus benannt.
       
Paracelsus-Denkmal in Einsiedeln, Bilder
Im September 1941 schritt zum 400. Todestag des in Einsiedeln geboreren Paracelsus
die versammelte akademische Steifheit, die moderne Scholastik, die Zylinderhüte der
Professoren und Politiker über den Klosterplatz zu Ehren des kleinen buckligen, stammelnden
Verächters von Buchweisheit und Medizingeschichte, gekleidet in Talar und Barett.
Die Honoratioren weihten am Rand des Klosterplatzes ein seltsames Paracelsus-Denkmal ein,
darstellend eine Einsiedler Frau und Mutter mit zwei Kindern als Symbol alles mütterlich
Gesunden, „das im Paracelsus-Werk geschaffen ist und heute noch fortwirkt“. Das Motiv
zeigt starke Anlehnung an den pseudoreligiösen Mutterkult der Nationalsozilisten, gemeint
ist damit aber wohl der katholisch-konservative Familien- und Mütterlichkeitskult. Hier
sitzt – für Paracelsus – die Mutter, die schweigen und viele Kinder gebären soll. Der
Hauptredner an der Feier, der katholisch-konservative Bundesrat Philippe Etter, war ein
Bewunderer der natioanalsozialisischen Gebärfront, in deren Verlauf an 5 Millionen deutsche
Mütter von 4 und 6 und 8 und 9 Kindern Ehrenkreuze verteilt worden sind, nach dem
Vorbild der olympischen Medaillen in Bronce, Silber und Gold. Etter hätte das System gerne
für die Schweizer Mütter übernommen. Doch der mütterlich geehrte hatte mit dem Thema nichts
zu tun. Das Denkmal ist nichts als ein verlogener Kitsch.

Von sich sagte Paracelsus: „Ich war sonderlich, und keiner konnte mein Geselle sein…
Die Natur hat mich im Leib verderbt und nichts Gutes aus mir gemacht… Ich bin krumm
geboren und hab einen Buckel wie eine Laute… von Stammleter Zunge… Bin nie mit
einer Frau zu Acker gefahren.“ (Text: Franz Rueb)

Franz Rueb; Mythos Paracelsus - Werk und Leben von Fillipus Aureolus Theoprastus Bombastus von Hohenheim.
 
bilder
       
Paracelsus Denkmal Einsiedeln Denkmal Paracelsus Paracelsus Denkmal Einsiedeln Paracelsus Denkmal Einsiedeln
Denkmal Paracelsus Denkmal Paracelsus Paracelsus Denkmal Einsiedeln Paracelsus Denkmal Einsiedeln
       
Denkmal Paracelsus Denkmal Inschrift Paracelsus Denkmal Dass ich mich keiner
       
Etwa 1,5 km westlich von Egg befindet sich die Tüfelsbrugg am Etzel. Im Jahr 1117 erster Bau einer Brücke. Im 17. Jahrhundert vollständiger Neubau mit Bedachung. 1987 – 1992 wurde die Tüfelsbrugg restauriert und unter den Schutz der Schweizerischen Eidgenossenschaft und des Kanton Schwyz gestellt. Die grossen landwirtschaftlichen Fahrzeuge der subventionierten Landwirtschaft passen kaum in das Brückenprofil, wie man auf einem der Fotos erkennen kann.

In unmittelbarer Nähe der Tüfelsbrugg steht der Gedenkstein für Paracelsus.

Im Gasthaus Krone kann man auf der schönen Terrasse die ländliche Ruhe geniessen.
       
Tüfelsbrugg am Etzel Tüfelsbrugg am Etzel Tüfelsbrugg Tüfelsbrugg, Infotafel
Tüfelsbrugg über Sihl Gedenkstein Paracelsus, Tüfelsbrugg Traktor mit Anhänger, Brücke Paracelsus, Gedenkstein
Gedenkstein, Paracelsus Sihl Gasthaus Krone Restaurant Krone Tüfelsbrugg