Gansabhauet, Sursee, Fotos

Der Gansabhauet findet am Martinstag (11. November) in Sursee (Kanton Luzern) statt. Um 15 Uhr beginnt der Brauch mit dem Einzug der Organisatoren und Gäste durch die Altstadtgasse zum Platz vor dem Rathaus, wo eine Bühne aufgestellt ist. Dort wird zwischen zwei Pfosten eine tote Gans aufgehängt. Um 15.15 darf der erste Schläger versuchen mit einem stumpfen Säbel den Kopf der Gans vom Rumpf abzutrennen. Er hat dazu nur einen Versuch, und wenn es ihm nicht gelingt, kommt der nächste Schläger zum Zug. Der Schläger trägt einen roten Mantel, eine schwarze Kapuze und eine Sonnenmaske und sieht deshalb die Gans nicht. Am 11. November 2013 als ich diese Fotos gemacht habe, gelang es erst dem 9. Schläger die Gans vom Seil zu schlagen. Es stehen zwei Gänse bei diesem archaischen Brauch zur Verfügung. Die zwei erfolgreichen Schläger dürfen die Gans nach Hause nehmen.

Zwischen den einzelnen Gängen üben sich Kinder im Stangenklettern, Sackhüpfen oder Grimassenschneiden.

Nach der Gansabhauet kann man an diversen Verkaufsständen typische Spezialitäten aus Sursee erwerben.

Der Ursprung des Brauchs dürfte im Spätmittelalter liegen. 1820 verschwand der Gansabhauet aus dem surseer Brauchleben, wurde aber 1863 wieder eingeführt. Jeden November kommen etwa 3.000 Zuschauer um dieses etwas brutale Fest zu erleben.
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